Erlebnisreicher Tag (2): US-Amerikanisches Thanksgiving in Norwegen

Nachdem unser Bericht zu dem Windrad-Projekt abgegeben wurde, traf sich unsere Gruppe für die abschließende Präsentation – meine erste Prüfung in Norwegen. Mit einer Effizienz von bis zu 36,1 % arbeiteten wir sehr erfolgreich. Zwischendurch verschwand ich für das letzte Reference Group-Meeting. Zu dritt besprachen wir die Qualität der Vorlesung und welche Verbesserungen seit dem letzten Treffen eingetreten sind. Ferner wurden Vorschläge für die nächste Ausgabe von „Energie- und Umweltphysik“ gegeben. Ich fand dieses Modell der Evaluation immer noch ungewohnt, aber nicht schlecht. Das vertraute Modell der TU Darmstadt, indem alle anonym bewerten und kommentieren gefiel mir weiterhin besser.

Am Abend folgte ich einer interessanten Einladung; auch wenn mich die eisigen Wege, die nach dem Schneespaß durch Tau- und Frostwetter entstanden, beinahe zum Fallen gebracht haben – wie so oft in den letzten Tagen. Schon an der Tür des Hauses erwartete mich ein ausgedruckter Willkommensgruß und die Bitte, einfach einzutreten. Da war ich: Auf einem US-amerikanischem Thanksgiving-Fest – ganz anders als das deutsche Erndtedankfest. So erläuterte Billy, der Gastgeber, dass es zusammen mit Weihnachten der wichtigste Feiertag im Jahr sei. Man komme zusammen, um gemeinsam und genießt eine groß(artig)e Mahlzeit. Viele Menschen waren bereits in der Küche tätig. Freudig blickten alle Gäste (und viele Kameras) auf den Truthahn, als der den Ofen verließ.

Ganz der Tradition folgend gab es Cranberry-Sauce, Süßkartoffeln und Kürbiskuchen. Neben dem köstlichen Essen stand eines im Blickpunkt: Ich lernte viele interessante Menschen kennen. Zwei Schotten wurden meine ersten bekannten Englisch-Muttersprachler aus Europa in Trondheim und mit einigen der anwesenden Mathematik-Doktoranden entwickelten sich sowohl naturwissenschaftliche wie kulturelle Diskussionen. In den USA habe ich zwar viel gesehen, aber dieses Erlebnis – außerhalb Amerikas – bereichterte meine Erfahrung zu diesem Land. Thanksgiving ist im Gegensatz zum deutschen Erntedankfest wahrlich eine tolle Gelegenheit, zusammen eine gute Zeit haben.

Eine Sache war auch nicht zu verachten: Dieser Abend gab viel Energie für den nächsten Tag, der nach einer schlaflosen Nacht/einem frühen Morgen folgen sollte.

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