Etappe: Oslo–Göteborg, wehmütiger Abschied zu einer schwedischen Perle

Das Hostel verließen wir Richtung Hauptbahnhof. Dort begaben sich meine Mitfahrer auf die Suche nach einem Souvenir-Laden, um eine Norwegen-Fahne zu kaufen. Allgemein gab es wenige Möglichkeiten, Souvenire zu kaufen. Und so wurden die beiden dort nicht fündig, als sie zum Auto kamen.

Von der Innenstadt Oslos startete die Etappe mit dem Aufstieg auf den Holmenkollen-Berg. Wie bereits zuvor, genoss ich die Aussichts in der tiefstehenden Morgensonne sowie die architektonisch gelungene Skisprungschanze. Dort waren Vorbereitungen in vollem Gange: die Schneekanonen liefen auf Hochtouren.

Von dort fuhren wir über die E6 weiter nach Süden. Bereits nach kurzer Entfernung habe ich Norwegen gefühlt verlassen: Statt bergig-hügelig wurde die Landschaft flacher mit seichten Erhebungen und die Autobahn windet sich mit je drei Spuren pro Richtung rech gerade nach Süden. Wehmütig passierten wir die Grenze nach Schweden. Damit war das Abenteuer Norwegen endgültig vorbei. Die Mittagspause verbrachten wir in einem grenznahen Gewerbegebiet. Die Preise im Supermarkt und in einem SB-Restaurant waren günstiger, ebenso wie das Benzin an der Tankstelle. Auch die Gesellschaft wurde multikultureller. In dem Supermarkt wurden aus erwachsenen Studenten Kindern: Eine immense Auswahl an Süßigkeiten zog sie in den Bann.

Auf der weiteren Fahrt war es neblig und die Landschaft monton. Sehr viele große Windräder prägten die Umgebung der Autobahn. Wir erreichten Göteborg, welches uns mit einem metropolitanem Flair empfind. Die Taktik, dass zwei die Unterkunft klären und das Auto bewachte, erwies sich als nützlich. Das Zimmer wurde bezogen und wir kochten uns ein nettes Mahl. Gestärkt startete unsere Stadterkundung – im Dunkeln. Der Nieselregen verzog sich und mit 2 °C war es wärmer als der vorherige Tag.

Von einem Hügel strahlte die Stadt im besten Glanze; die Straßen mit dreidimensionalen Kronen leuchtend-dekoriert, eine angenehme Altstadt, zahlreiche Kirchen sowie ein nettes Flair. Urige blau-weiße Straßenbahnen durchziehen die Stadt. Das Bild Schwedens war „gerettet“, denn Göteborg ist eine schöne Stadt, direkt am Meer gelegen. Subjektives Urteil: Auch schöner als Oslo. Für uns war reizend, Städte nur nachts zu sehen.

Auf der Straße empfahl uns ein netter US-Amerikaner noch eine gute Gelegenheit, den Abend ausklingen zu lassen – mit lokalem Julöl, schwedischem Weihnachtsbier.

Dieser Beitrag wurde unter Norwegen, Reise (allgemein) abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.