10. Tag: Greymouth – Franz Josef

Unsere Reisegruppe fuhr am Montagmorgen, einem 5. September, von dem Hostel in Greymouth ins oeffentliche Schwimmbad von der Stadt. Fuer einen sehr guenstigen Preis konnten wir anderthalb Stunden dort verbringen. Danach sind wir weiter Richtung Sueden, immernoch auf dem Highway 6, gefahren. Immer wieder passierten wir auf schmalen Bruecken interessante Flusslaeufe. Ueblicherweise war das Kiesbett etwa 50 m braut, der Fluss selbst aber nur 5 m. Die Steine werden durch Schnee und Wasser von den Bergen angeschwemmt. Weiter ging es durch den Ort Ross. Dort und bis dutzende Kilometer weiter suedlich will die Regierung nativen Wald des Nationalparks faellen, damit dort Gold gefoerdert werden kann. Das Gold hat eine hohe Reinheit; jedoch wuerden tausende Hektar Schutzgebiet verloren gehen. An einer Stelle wurde schon begonnen, die Erde abzutragen. Dadurch war mein Bild von dem Land, welches sich den Umweltschutz immer auf die Fahnen geschrieben hat, etwas erschuettert.

Nach einem erneuten Supermarkt-Halt fuhren wir zu einem abgelegen Cafe, Museum und Handwaren-Laden. Dort sahen wir uns einen Film, welcher die Anerkennung an die mutigen Jaeger gemacht wurde, ueber die Jagd in dem Gebiet an. Es wurde gezeigt, mit welchen Methoden das Wild gefangen wurde und wohin es exportiert wurde etc. Nach weiterer Fahrt erreichten wir den Ort Franz Josef, ein kleines Dorf, welches sehr auf den Tourismus ausgerichtet ist. Benannt wurde der Ort, genauso wie der Franz-Josef-Gletscher, vom Deutschen Julius von Haast nach dem oesterreichischen Kaiser Franz Joseph I. Franz-Josef ist einer der bedeutenden Gletscher Neuseeland und – vor allem im Sommer – eine Touristenhochburg. Am Abend habe ich mir eine kostenlose Karte mit Wanderstrecken geholt, da ich am folgenden Tag keine Gletschertour machen wollte. Diese haette 150 $ gekostet und war deutlich ueber dem Budget.

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