11. Tag: Franz Josef; Wandern/Bergsteigen an der Schneefallgrenze

Am Dienstag, dem 6. September, hatten wir einen freien Tag in Franz Josef und wir wollten zu dritt erneut wandern gehen. Meine Motivation waren die Erfahrungen von Abel-Tasman (24 km) und Mt. Victoria (200 m Hoehe). Ich holte mir an der Rezeption noch eine Wettervorhersage, die erst Nebel dann aber Sonnenschein prognostizierte. Mit einem Shuttle-Service ging es von dem Ort Franz Josef etwa fünf km zum Anfang des Weges. Wir entschieden uns fuer den Alex Knob Track, der eine gute Sicht auf den Gletscher bieten sollte. Nachdem wir eine Abholzeit ausgemacht hatten, ging es los. Der Weg war anfangs breit und gut ausgebaut, wurde allerdings dann schliesslich schmal und steil. S-förmig schlaengelte sich der Pfad den Berg hoch, teils musste man seine Arme zu Hilfe nehmen, um ueber/unter Baeume/Felsen etc. zu gelangen.

Der anfaengliche Regenwald war ein wunderschoener Anblick, der sehr an einen Film mit einem Zauberer mit Brille errinnerte. Die maechtigen Baeume waren groesstenteils mit Moos bedeckt und die Pflanzen (Baeume, Farne, Straeucher u.v.m.) kaempfen dort erbittert um das Sonnenlicht. Mit zunehmender Höhe wurde es etwas lichter und wir entdeckten leinere Schneereste am Rand des Weges. Die Vegetation aenderte sich und wurde lichter bzw. die Baeume kleiner. Relativ ueberraschend ging das Moos in Graeser ueber, der Weg war teilweise mit Schnee bedeckt. Weiter oben gab es nur noch Straeucher und es lag meistens Schnee auf und um den Pfad herum. Von oben war die Aussicht auf das Dorf Franz Josef und das tiefergelegende Plateu bezaubernd. Leider war es zu neblig und zu vereist um weiter aufzusteigen (es haetten geschaetzt noch 100 Hoehenmeter gefehlt). So konnten wir nur von den unteren Aussichtspunkten den Gletscher sehen.

Am hoechsten Punkt machten wir unsere Mittagspause. Nach dem vierstuendigen Aufstieg (9 bis 13 Uhr), erfolgte der Abstieg ueber denselben Weg. Fuer diesen brauchten wir nur 2.5 Stunden und hatten noch Zeit, an den Lake Wombat zu gehen. Dort spiegelte sich die Natur unglaublich perfekt auf der ruhigen Wasseroberflaeche. Insgesamt legten wir geschaetzte 17 km zurueck. Das anstrengende war der Hoehenunterschied von einigen (acht/neun?) hundert Metern (der Gipfel des Berges liegt auf ueber 1300 m und der Ort auf etwa 400 m). Neben der schoenen Natur und der Aussicht war das Erfolgserlebnis, dass man nahezu einen ganzen Berg bestiegen hat. Schliesslich liessen wir uns wieder abholen. Muede erreichten wir unser Herberge und ich machte mir ein gutes Essen. Danach habe ich, wie schon oefters, meine Kleidung gewaschen, aber ich muss sagen, dass die heimische Miele-Waschmaschine doch viel effektiver Dreck beseitigt. Nach dem Waschgang waren nicht alle Flecken beseitigt.

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