13. Tag: Makarora – Queenstown; Landschaftswechsel und Touristenzentrum

Schon in der Nacht auf den 8. September hoerte ich den Regen auf das Dach unserer Huette prasseln. Am Morgen zeigte regnete es konstant und deutlich. Das erste Mal seit drei Wochen habe ich richtigen Regen gesehen; sonst war es ueberraschend schoen und trocken, obwohl in manchen Regionen, die wir passiert haben, bis zu 7000 mm Niederschlag pro Jahr faellt. Der Weg von der Huette bis zum Busanhaenger war nicht sehr weit, weshalb die Sachen nicht nass wurden. Leider verhinderten die Wolken und der Regen einen schoenen Blick auf den nahegelegenen See, aber dafuer bekamen wir mehrere wunderschoene Wasserfaelle zu Gesicht. Spaeter wurde es etwas klarer und in Wanaka – gegen Mittag – war es wieder sonnig und trocken. Dort kauften wir erneut im Supermarkt ein. Nach Makarora beobachtete ich erneut einen Landschaftswechsel: Die Landschaft wurde ploetzlich trockener, es gab kaum Baeume, aber viele graue Straeucher. Am Rande der Taeler waren felsige Berge, die mehr an Arizona errinnerten. In den Talebenen waren viele Plantagen fuer Wein, Aepfel etc. In den meisten anderen Regionen – neben Nelson im Nordwesten  – dominierte Weidewirtschaft. Wir fuhren an den Ufern einiger grosser Seen vorbei, wobei sie – wegen der Groesse, der Umgebung und der Erscheinung – eher an Meeresbuchten errinnerten.

Kurz vor Queenstown hielten wir an der Bungee-Bruecke Kawarau Bridge an. Waehrend frueher der Highway ueber diese einspurige Bruecke verlief, so springen heute Menschen 40 m in den Abgrund, gesichert mit einem Bungee-Seil. Wir sahen uns einen Film ueber den Mann des Bungee-Jumping und die ersten Versuche an, der uns vor allem dazu animieren sollte, bei dem Unternehmen Bungee-Spruenge zu buchen. Zugegeben: Die Kulisse ist schon sehr ansehnlich und lohnenswert. Man bietet auch Bungee-Spruenge aus 134 m Hoehe an (siehe Nevis Highwire Platform). Danach fuhren wir nach Queenstown, der Adrenalin und Partyhauptstadt Neuseelands, wie es manchmal heisst. Wir fuhren durch den ueberschaubaren Ort und der Fahrer zeigte uns einige wichtige Orte – wie Supermarkt, Hostel usw. Danach bezogen wir unsere Zimmer im Hostel, dem Nomads Queenstown. Diese Herberge ist sehr modern gestaltet und auch sehr gross. Am Abend – nach der Dusche – genoss ich ein freies Abendessen des Hostels.

In Queenstown gibt es vielfaeltige Beschaeftigungsmoeglichkeiten. Es gibt sehr viele Moeglichkeiten, den Adrenalinspiegel zu erhoehen. Bspw. durch das erwaehnte Bungee-Jumping, Rafting/Jetboat-Fahren, Mountainbiking, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, eine Rodelbahn. Obwohl es tagsueber schon angenehm warm ist (es ist Fruehling), kann man noch die Skipisten erobern. Sowohl im Winter als auch im Sommer pulsiert die Stadt und lockt vor allem junge Touristen an. Ich werde jedoch keine der genannten Aktivitaeten machen, da diese ihre entsprechenden Preise haben.

Beinahe vergessen zu berichten: Zum Abendessen gab es eine Portion Reis mit Sosse – kostenlos vom Hostel gestellt. Es gibt freies Fruehstueck (jeden Morgen) und freies Abendessen (fuenfmal pro Woche) in der hauseigenen Kueche. Das Essen war wohlbekoemmlich, allerdings merkte ich, dass ich mir erneut etwas eingefangen habe und sich die Krankheit in mir ausbreitete. Da wurden die Stiche gerade besser und verliessen mich und dann so etwas.

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