Flug nach Hongkong; überwältigende Eindrücke

Wie gestern berichtet, hatte ich mein Gepaeck eingecheckt und wartete auf den Abflug. Ich habe erstmal zwei Stunden an einem kostenlosen Internetterminal verbracht. Bisher hatte ich kein richtiges Souvenir gekauft. Zwar habe ich nun eine Muetze mit New Zealand und einen Schal von der Rugby-WM, aber das war eher wegen des kalten/windigen Wetters (siehe 30. August). So kaufte ich mir mit den restlichen Waehrungsreserven drei T-Shirts mit Neuseelandbezug. Um keine Steuern zu bezahlen (duty free) wurde die Einkaufstuete in den Abflugsbereich gebraucht. Ich ging gegen halb 5 – kurz nach Eroeffnung – in die Wartehalle des Abflugs und habe dort meine T-Shirts abgeholt. Nach langer Wartezeit im schoen gestalteten Bereich bin ich dann zum Gate. Schliesslich hob um 8 Uhr meine Qantas-Maschine ab. Sie war zu etwa 90 % (Economy-Class) ausgelastet.

9:13 Uhr – Zeitverschiebung: zwei Stunden, Flugdauer damit 3 h 13 min – landeten wir in Syney. Der Flug war angenehm: Es gab Fruehstueck, ich genoss die Sonne auf meinem Fensterplatz und es war sehr interessant mit meinen Sitznachbarn zu sprechen. Er kommt aus Wales und war zur Rugby-WM in Neuseeland. Ich holte mir noch weitere Tipps fuer  Hongkong (bereits einige andere berichteten mir von der Stadt). In Sydny bin ich dann durch die Sicherheitskontrolle des Transitbereichs. Bei der Durchleuchtung meines Rucksacks gab es eine Unstimmigkeit. Dann fand die Polizistin eine Flasche Sonnenschutzmittel in meinem Rucksack. Ich vergass in Neuseeland, diese in meinem Hauptgepaeck zu verstauen und so musste sie weggeschmissen werden. Es sind keine Fluessigkeitsbehaelter mit mehr als 100 ml im Handgepaeck erlaubt.

Direkt entschuldigte ich mich fuer diese Unannehmlichkeit und bekam ein freundliches „Das kann jedem mal passieren. Kein Problem.“ zurueck. Ich erzaehlte ihr, dass man die Flasche in Auckland nicht fand. Sie: „Die sind recht nachlaessig dort.“ Erleichtert, dass das kein Problem war bin ich zum Gate meines naechsten Fluges. Ich hatte nur eine Umsteigezeit von gut einer Stunde und wollte/konnte deshalb nicht viel herumspazieren. Ich war sowieso zu nervoes und aufgeregt wegen meiner weiteren Reise. Schon im Flughafen von Auckland stieg mein Puls und Blutdruck an, aber da musste ich nunmal durch.

30 Minuten spaeter als geplant – wegen letzten Wartungsarbeiten – konnten die Fluggaeste die Boeing 747 betreten. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann nach Asien. Ich hatte erneut einen Fensterplatz und konnte so den Ausblick auf Sydney und weitere Teile Australiens (sah teilweise nach Wueste aus), einigen Inseln Indonesions und von den Philippinen geniessen. Nur mein Sitznachbar war etwas mundfaul. Inzwischen war ich mehr als 26 Stunden wach und nickte aufundzu ein. Jedoch wurde ich durch das gute Essen, Zwischenmahlzeit, Ankunftspapiere, Essen etc. immerwieder geweckt.

Nach dem achteinhalbstuendigen Flug erreichten wir endlich das bewoelkte Hongkong – Ortszeit: 18 Uhr Abends; weitere zwei Stunden Zeitverschiebung. Zunaechst wurde ich durch Mitarbeiter mit Mundschutz und Fiebertemormeter ueberrascht. Zwar wurde niemand zu dem Zeitpunkt kontrolliert, aber doch war es ein seltsamer Anblick. Jedoch hat Hongkong durch SARS eine schwere Zeit durchmachen muessen. Vielleicht war es auch wegen der Schweinegrippe. Im negativen Sinne ueberraschend war die lange Warteschlange an der Passkontrolle. Dort bekam ich dann meinen Einreisestempel und konnte meinen Rucksack an dem Gepaeckband abholen. Zum Glueck ersparte ich mir die Gepaeckkontrolle o.ae., weil ich durch den grünen Ausgang (ich hatte nichts zu deklarieren) ging.

Dort wurde ich von meinem Fahrer mit Namensschild erwartet. Ueberfreundlich nahm er mir meinen Trolley mit dem Gepaeck aus der Hand. Etwas irritiert nahm ich doch meinen kleinen Rucksack (mit Kamera etc.) und liess ihn das restliche Gepaeck schieben. Beim Ausgang vom Flughafen kam dann die Hitze: mir kam eine Hitzewelle mit hoher Luftfeuchtigkeit entgegen. Weiter ging es von der kuenstlichen Flughafeninsel nach Kowloon, einem zentralen Teil. Die Fahrt war ein Erlebnis: alleine die zahlreichenden Hochhaeuser mit den einzelnden Lichtern der Wohnungen, der riesige Hafen, die „Insiderinformationen“ des Fahrers. In der Stadt angekommen ging es dann in mein Hostel. Es befindet sich im Chungking Mansions, einem riesigen Gebaeude mit Maerkten und zahlreichen Hostels etc. im Sueden von Kowloon, einem der Städte/Stadtteile von Hongkong.

Ein Mitarbeiter des Hostels brachte mich dann durch das Gewirr. Ich haette das Hostel niemals (!) alleine gefunden, da die Wege so verschlungen sind und schlecht ausgeschildert. Auch er wollte mir wieder viel Gepaeck annehmen, aber ich verzichtete dankend. Das Hostel-Zimmer war soweit sauber und in Ordnung – wenn auch klein und ohne Schliessfaecher etc. Der Name der Jugendherberge lautet Germany Hostel. Ich hatte Wochen zuvor auf der Internetplattform nach einem zentralen, gut bewerteten und guenstigen Hostel gesucht und das kam heraus. Der Name ist aber willkuerlich: Die Hostel in dem Chungking Mansions gehoeren einem Besitzer der diese nach Laendenr und Staedten benennt. Und es war auch kein Deutscher auf dem Zimmer.

Danach ging ich noch fuer einen Abendsnack auf die Strassen. In einem Supermarkt wurde ich mit abgepacktem Essen fuendig. Ausserdem besorgte ich mir in der U-Bahn-Station eine Octopus-Karte mit der man sehr einfach diese benutzen kann. Beinahe haette ich mich in dem Gewirr verlaufen, denn: Diese Stadt ist das komplette Gegenteil von Neuseeland! Die Strassen waren durch die Werbetafeln hell beleuchtet und die Menschen eilten umher. Schliesslich ging es durch die engen Gassen und den Mief zurueck ins Hostel. Diese Atmosphaere dieser Metropole war umwerfend und ueberwaeltigend. Vor dem Gebaeude wollten mir einige Leute Visitenkarten fuer irgendwelche Geschafte etc. andrehen, aber einfaches Weiterlaufen hilft. Im Hostel schliesslich konnte ich dann endlich beruhigt schlafen.

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