Erst Tempel im Norden; dann wundervolles Panorama auf dem Victoria Peak

Frueh am Morgen. Diesmal wurde ich nicht von alleine wach, sondern die Leute an der Rezeption fuehrten eine rege und laute Diskussion. Danach machte ich fertig und fuhr mit der Metro ans Nordende von Kowloon. Dort erblickte ich den Rand des Waldes und auch der Verkehr war – abgesehen von einer Autobahn die dort verlief – ruhiger. Ich wollte eigentlich zum Wald, aber habe leider keinen Weg dorthin gefunden. So lief ich durch die Wohungsbloecke und Hoefe. Es war interessant das Leben als aussenstehender zu beobachten; ausserdem hatte ich das Gefuehl, kaum wahrgenommen zu werden. Auf der Karte des Reisefuehrers war ein Tempel eingezeichnet, zu dem ich laufen wollte. Leider habe ich diesen nicht gefunden und fragte unvergaenglich zwei Sicherheitsleute an einer Strasse.

Die Kommunikation erwies sich als schwierig. Auch wenn Hongkong bis 1999 britische Kolonie war, so erwiesen sich die Englischkenntnisse als begrenzt – so wie in diesem Fall. So zeigte ich auf der Karte den Tempel und versuchte den Namen in der latinisierten Form richtig auszusprechen. Man zeigte mir dann die Richtung der Strasse und ich ging relativ ungewiss weiter. Ich fand dann einen Tempel, aber ich bin mir nicht sicher, ob das jener das Reisefuehrers war. Erst stand ich am Eingang. Ich wurde wahrgenommen, aber nicht begruesst oder aehnliches. Zwei Frauen waren am Beten. Und dann bin ich auch zaghaft und leise eingetreten. Da die zwei nichts vermeldeten, schnupperte ich weiter in diesem Tempel den Geruch von glimmenden Staebchen.

Danach bin ich mit der U-Bahn auf Hongkong Island bzw. zur Station Admirality gefahren. Dies ist das wirtschaftliche Zentrum und wird stark durch Geschaeftshochhaeuser dominiert. Diese bauten waren sehr modern und beeindruckten mich sehr. Ich ging weiter zur Peak Tram, einer Standseilbahn die zum hoechsten Berg der Insel fuehrt, dem Victoria Peak. Bereits im Tal musste ich laenger warten, aber oben tummelten sich unendlich viele Menschen. Aber mein Reisefuehrer sagte mir auch – frei uebersetzt: jeder Tourist, der Paris geht, moechte den Eiffelturm besteigen, und auch jeder, der nach Hongkong geht, muss auf den Victoria Peak. Ich habe noch 30 $ (entspricht etwa 3 Euro) mehr bezahlt, damit ich auf die Dachterasse gehen konnte. Ich konnte erst Hongkong bei Tageslicht und dann – eine halbe Stunde spaeter – bei Nacht geniessen. Durch die zahlreichen Lichter war es spaeter deutlich eindrucksvoller.

Bei der Seilbahn dann die Ueberraschung: die Schlange war endlich lang und ich entschied, mich dort nicht anzustellen. Erst habe ich mir erneut eine Nudelsuppe geholt und bin dann Richtung „Tal“ losgelaufen. Die Nudelsuppe erwies sich als sehr scharf und hatte noch eine halbe Stunde nach dem letzten Bissen gebrannt. Und der Weg nach unten erwies sich als einsam und sehr schoen. Er fuehrte an reichen Villen vorbei. Die Bodenpreise sind astronomisch und dementsprechend waren die Haeuser. Spaeter fuehrte mich der Weg noch durch den Wald und ich hoerte in der Dunkelheit Voegel und Insekten. In Central wieder angekommen, nahm ich die U-Bahn zurueck und erreichte muede das Hostel.

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