Kurze Reise in die Schweizer Bergwelt

Um 4 Uhr morgens ging es am 20. Dezember in Richtung Schweiz. Dort erwartete uns ein ganz besonderer Termin. Die Autofahrt erfolgte ohne besondere Vorkommnisse: Die Vignette wurde unterwegs aufgeklebt und an der Grenze wurden wir nicht angehalten. Erst langsam wurde es hell. Das erste, was ich an diesem Morgen sehen konnte, war der schöne Anblick des Thunersees gegen 10 Uhr. Kurze Zeit später erreichten wir Lauterbrunnen, ein idyllisch liegender Ort in den Berner Alpen. Da der Termin erst später stattfinden sollte, wurde zuerst Lauterbrunnen erkundet sowie später der naheliegende Ort Stechelberg. Allgemein ist das Lauterbrunnental landschaftlich extrem reizvoll: An den Seiten ragen steile Felswände empor, der Staubbachfall schimmert im Sonnenlicht und in der Ferne erscheinen schneebedeckte Gipfel – während übrigens im Tal keinerlei Schnee liegt.

Um 13 Uhr erreichten wir den Heliport von Lauterbrunnen. Dort ging es für einen halbstündigen Rundflug in die Lüfte. Es ist beeindruckend, das Panorama von oben zu sehen. Auch wenn die Sonne hell strahlte, zerrten starke Winde am Helikopter und ließen den Fluggast teils doch etwas erstarren. Wunderschön erhebten sich die unzähligen Berggipfel vor einem in die Höhe, während „unten“ das Vergnügen mit den Wintersportlern und den Liften tobte. Nach etwa 25 Minuten erfolgte die Landung im Schnee nahe der Glecksteinhütte. Beim Aussteigen aus dem Helikopter versank man erstmal im tiefen Schnee. Von hier hatte man eine gute Aussicht auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau sowie die weiteren nicht so bekannten Gipfel. Nach etwa einer halben Stunde ging es wieder in die Luft empor. Fünf Minuten später erfolgte wieder die Landung am Heliport. Dieser Flug war ein unvergessliches Erlebnis und eine tolle Möglichkeit, die Bergwelt zu erleben.

Danach ging es zur Unterkunft in den naheliegenden Ort Wilderswil. Der Ort selber, so stellte ich während eines Rundganges fest, besticht durch die typische alpine Holzhausarchitektur und der beeindruckende Lage im Tal mit Blick auf die umliegenden Berge. Jedoch schien nicht viel Betrieb zu herschen, da es doch stark am Schnee für die Wintersportler mangelte. Nach einem kleinen Abendessen erfolgte ein sehr erholsamer Schlaf, denn am nächsten Tag sollte es weitergehen.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es in den Ort Grindelwald. Dort konnte man die Bergwelt auf vielen Wanderwegen erkunden. Die Überreste des Wetterhorn-Aufzug fand ich sehr spannend: Die obere Station dieser ehemaligen Seilbahn ragte aus dem unwirtlichen Fels. Kaum zu glauben, dass diese vor hundert Jahren gebaut wurde. Je weiter man aus dem Tal hinaufstieg, desto schöner wurde der Blick.

Gegen Mittag ging es von Grindelwald aus mit der Gondelbahn zum Gipfel des Männlichen. Von der Bergstation startete der Fußmarsch zum Berggipfel in 2.343 Metern Höhe. Dort oben hatte man einen grandiosen Blick auf das Alpenpanorama. In ferne war das Flachland zu sehen, während die Eigernordwand nach Südwesten hin dominierte. Danach ging es schließlich mit der Seilbahn zurück. Die Fahrt dauerte erneut eine halbe Stunde. Nach kurzer Stärkung hieß es, die Heimreise wieder anzutreten. Selbst in größerer Entfernung zu den Bergen ließen sich die weißen Gipfel ausmachen. Als Zwischenstation ging es noch nach Straßburg. Neben einer schönen bzw. schön beleuchteten Stadt war der Münster sowie die Einrichtungen der Europäischen Union sehr schön anzuschauen. Schließlich kamen wir – erschöpft aber glücklich – um 11 Uhr zuhause an.

Fazit: Es war eine tolle (anstrengende) Reise und es wurden gute Möglichkeiten genutzt, die Bergwelt zu erleben.

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