Besteigung des Ghost Towers

Der Ghost Tower. Das ist der Name eines nicht fertiggestellten Hochhauses in Bangkok. Meines Wissens nach ging den Investoren im Zuge der Asienkrise das Geld aus. Nun steht er als Bauruine in der Stadt. In Backpacker-Kreisen wurde er mir wärmstens empfohlen. Mit einem local ging es auf, mehr über diesen Turm herauszufinden.

Er liegt nahe einer BTS-Station. Zwei große Werbeplakate hängen an der Außenseite. Die Umzäunung ist hoch; ein Verbotsschild in Thai verbietet das betreten. Jedoch bekommt man durch eine absperrbare Tür Eintritt auf das Gelände.

Zwei Männer sind im „Erdgeschoss“. Der eine kassiert von meiner Begleitung aus Bangkok 100 Baht (etwa 3 €); von mir das doppelte. Der andere öffnet uns den Zugang zum Treppenhaus.

Viel habe ich vorher gelesen, denn allerlei wurde zu dem Gebäude geschrieben. Ein Australier beging Suizid. Daraufhin rückte der Turm in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Oder ich las, dass die örtliche Mafia den Turm in der Gewalt hätte. Zwei Männer, die recht harmlos aussehen und sich etwas verdienen, habe ich nur gesehen.

Die Treppe hinauf erklommen wir Stockwerk für Stockwerk. Das schmale Treppenhaus ist nur spärlich beleuchtet. Zwischendurch legten wir auf einer Etage eine Pause ein. Und siehe da: Die Aussicht ist wunderschön, allerdings ist keinerlei Absperrung vorhanden. Dazu später mehr.

Stockwerk für Stockwerk ging es weiter. Schweißüberströmt erreichten wir dann Stockwerk 49. Und von dort hat man hoch oben über den meisten Dächern der Stadt eine grandiose Aussicht. Ein leichter Luftzug und strahlende Sonne ermöglichen einen traumhaften Rundumblick.

Zunächst als einzige, kamen später etwa ein Dutzend weitere Abenteurer hinzu. Manche besprühten die Wände; wir machten Fotos und Videos. Es ließ sich soviel beobachten: Staus auf dem Expressway, reger Schiffsverkehr auf dem Fluss, das Straßenleben, ein Privat-Helikopter der auf einem Heliport eines Hochhauses startet/landet sowie der ein oder andere Hotelgast auf dem Entspannungsdeck eines naheliegenden kleineren Hotels. Später als der Sonnenuntergang einserzte, war die klare Aussicht perfekt.

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