Erste Begegnung mit A380

Nach langer Zeit ging es wieder auf einen Langstreckenflug. Vorerst war ich aber überrascht, am Gate aufgerufen zu werden. Zum Glück war nur mein Sitz wegen eines ausgefallenen Onboard-Entertainment-System nicht verfügbar und ich konnte einen anderen Fensterplatz einnehmen. Das Einsteigen über die drei Zugänge lief problemlos.

Innen war ich von der Geräumigkeit überrascht: Man hat eine große Beinfreiheit. Schön war die Innenbeleuchtung, welche sich den Lichtverhältnissen außen angepasst hatte. Das Onboard-Entertainment-System bietet über einen großen Touchscreen-Bildschirm Möglichkeit für viele Serien, Filme, Musik, Spiel und Informationen. Für eine arabische Fluggesellschaft war es überraschend westlich geprägt. Die Filme und Serien – teils sehr aktuell – waren mit den verfügbaren Headsets nicht so verständlich.  Insgesamt hat sich im Vergleich zu meinen letzten Langstreckenflügen 2011 und 2012 viel verändert. Mit drei am Flugzeug befestigten Kameras lässt sich während der Startphase die Zeit vertreiben. Arabische Ansagen waren ungewohnt, wurden in englisch und teils deutsch wiederholt.

Der Service während des Flugs war vorbildlich. Bis auf eine etwas späte Abholung des Geschirrs gab es keinerlei Manko. Das Essen selbst war köstlich und wurde mit Metallbesteck verzerrt – erstaunlich. Insgesamt konnte man es gut in der Holzklasse aushalten.

Interessant fand ich die Flugstrecke: Um den Irak zu vermeiden wurde ein Schlenker über den Iran geflogen. Dort habe ich meinen Fensterplatz richtig genossen: Neben den beleuchteteten Städten sah ich – ich vermute – brennende „Fackeln“. Vielleicht von der Erdölverarbeitung. Das war schön, bevor das Flugzeug landete. Das Aussteigen dauert noch etwas, aber dann konnte es losgehen. 

PS: Schon erstaunlich, wieviel man schreibt, wenn man sein elektronisches Logbuch direkt verfügbar hat. Und wie begeistert man von einem Flug sein kann, wenn der letzte Langstreckenflug länger her ist!

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