Bangkok: Moloch grüßte

Der Flug verlief reibungslos: Das Essen war gut, das Flugzeug – trotz einiger Jahre auf dem Buckel – nett und der Ausblick aus dem Fenster schön. Belegt waren die Sitzung vielleicht zu einem Fünftel in meinem Teil. Das erlaubte gute Entspannung nach Dubai.

In Bangkok angekommen erwartete mich mein Abholservice. Im Parkhaus traf mich der Schlag: feuchte Hitze trat mir entgegen. Dazu später mehr. Im Hostel verlief alles nach Plan und zuerst gab es mit dem Fahrer Thun noch ein Essen. Und danach vor allem ersehnten Schlaf.

Am Morgen machte ich mich nach dem Frühstück des Hauses laufbereit. Ich wollte etwas die Nachbarschaft erkunden. Draußen glühte die Sonne und die Hitze schien unerträglich. So endete der erste Lauf nach einer halben Stunde (und einem halben Liter Schweiß). Etwas nach Mittag dann der nächste Versuch mit dem kennengelernten Sjors. Er hatte die gute Idee, in ein Shoppingcenter zu gehen.

Den Nachmittag/Abend folgten nach etwas Akklimatisierung die Erkundung der Stadt. Neben Besichtigung einiger prachtvolliger Tempeln mit goldenen Buddhas wurde das Stadtleben betrachtet, Märkte besucht, lokale Gerichte probiert und eine Bootstour durch die Kanäle der Stadt gemacht. Zwischendurch erfolgte der Transport mit dem Tuk-tuk, einem dreirädrigen Moped mit überdachter Sitzbank hinter dem Fahrer.

Ein erster Eindruck von Bangkok: Die Tempel/Buddhas und die abendliche Fahrt im Kanal sind absolut empfehlenswert. Die Stadt selbst aber hat etwas von einem Moloch: Laut, dreckig, chaotisch, zugebaut, stinkend. Die Ursachen: extremer Straßenverkehr, beim Kauf einer Flasche Wasser bekommt man eine unnötige Plastiktüte samt Strohhalm, der Verkehr hat eigene Regeln, die Stadt wird teils von riesigen Hochstraßen durchzogen. Von den Tuk-tuks und anderen Fahrzeugen kommen üble Abgase heraus. Dazu hatten wir auch beigetragen. Es war jedoch ein abenteuerlicher Weg Entfernung zurückzulegen und die Stadt zu zu sehen.

Die Menschen trugen teils Atemschutzmasken als Schutz. Wovor ich mich gerade mehr fürchtete waren „infizierte“ Speisen. Jetzt am Anfang wäre Reisedurchfall sehr ungelegen. Was mich auf den Märkten wieder erstaunte: Es lagen bei dieser Hitze Fische an manchen Ständen ohne Kühlung – völlig unvorstellbar für mich. Leider gab es auch Delikatessen wie Haiflossen-Suppe oder noch lebende fixierte Krabben. Es wurden insgesamt stets viele Früchte angeboten. Ich stärkte mich lieber mit gebratenen Nudeln – die waren sehr gut.

Was hielt ich abends fest, nachdem die Füße grüßten und der gerade erst kennengelernte Begleiter sich zum Flughafen verabschiedeten? Bangkok war eine Überraschung. Mehr negativ als positiv. Nette Einheimische haben das wettgemacht. Also lohnenswert das ganze Spektakel zu erleben.

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