Großer Einzug ins Studentendorf Moholt

An einer Rezeption des hiesigen Studentenwerks traf ich auf viele Eltern, die ihre Sprösslinge auf ihren großen Umzug begleiteten. Ferner waren auch viele Austauschstudenten erkennbar. Eine typische norwegische Eigenart konnte ich direkt feststellen: Ich zog zuerst eine Nummer für die Warteschlange. Als meine Nummer aufgerufen wurde, bekam ich eine Einweisung in das Waschsystem und den Campusplan sowie die Schlüssel für meine Wohnung im Studentenwohnheim Moholt.

Das Aufschließen der Wohnung war wie das Öffnen einer Wundertüte. Völlig unerwartet schlief jemand in einem Sessel in dem Gemeinschaftsraum. Er wachte nicht auf. Um ihn herum lagen Lernmaterialien. Offene Koffer zeigten, dass er sich häuslich in der Küche eingerichtet hatte. Im Kram war kräftiges Lüften nötig. Ein halbes Jahr war die Wohnung unbewohnt. Aber dann konnte es losgehen: Zusammen luden wir den vielen Kram aus dem Auto aus. Viel Arbeit war das Hochtragen der vielen Mitbringsel. Danach lernte ich meine Mitbewohner kurz kennen und richtete mich etwas häuslich ein.

Bedingt durch den Komfort des Autos habe ich sehr viel Gepäck eingepackt. Das Zimmer ist zwar möbiliert, aber die Bettdecke und das Kissen musste ich selbst mitbringen. Neben dicken Wintersachen trugen wir allgemein Kleidung und ein paar Küchenutensilien in die erste Zwischenebene. Vorher lief die Recherche über die Zollgrenzen. Diese wurden mit Getränken und Lebensmitteln gut ausgereizt. Ein paar dutzend Dosen Ravioli oder Schwäbische Maultaschen, zwanzig Liter haltbare Milch, Marmelade sowie Hygieneartikel für das Semester zählten dazu. Sowohl mein Mitreisender, meine Mitbewohner sowie auch später andere staunten nicht schlecht über dieses Warenhaus. Meine brasilianischen Nachbarn fotografierten es sogar.

Abends war dann die Stimmung glücklich. Der Bilderrückblick zeigte das gute Gelingen der Reise. Ohne große Zwischenfälle wurden 2200 km zurückgelegt, viel erlebt und gesehen. Bei einem Rundgang konnte ich den ersten Einblick in meine Bleibe bekommen. Die Wohnung ist Teil des Studentendorf Moholt, welches etwas außerhalb liegt. Vor allem dreistöckige Gebäude mit Vier-Personen-Wohngemeinschaften sind. Einen Supermarkt befindet sich neben einem großen Waschsalon und ein Aktivitätenhaus. Ein Beachvolleyball-Feld, Räum für einzelne Fachbereiche, Familienappartments sind ebenso vorzufinden.

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