Orientierungswoche an NTNU: Multikulturell, gut organisiert und spaßig

Mit den neuen Bekannten des gestrigen Spaziergangs trafen wir uns für die Orientierungswoche. An der Universität angekommen meldeten wir uns an, bekommen allerlei Dokumente, Informationsmaterialien sowie ein T-Shirt. Dann konnte die Orientierungswoche schon losgehen. Im Einzelnen:

  • Mandag: Nach der Registrierung wurde ein Gruppenfoto der internationalen Studenten geschossen. Wieviele der 1200 neuen Studenten da waren: Viele. Wie in einer Parade mit Musik vorneweg liefen wir zur Studentersamfundet, welche ein Treffpunkt der hiesigen Studenten ist. Der Rektor der Universität und die Bürgermeisterin sowie weitere Redner begrüßten die Neulinge. Hilde Skeie gab Ratschläge und Informationen. Sie trug eine Anektote über die Zurückhaltung der Norweger vor:
    Als sie in Paris suchend in einer Karte schaute, boten schnell viele Leute ihre Hilfe an. In Trondheim könnte sie im Stadtzentrum in der gleichen Situation sein: Auch nach Tagen hätte sie niemand angesprochen. Währenddessen präsentierte Wolfgang Laschet selbstironisch, humorvoll und mit Seitenhieben an die Schweden und die norwegische Stadt Bergen die NTNU und Trondheim. Mit Vorträgen von Vertretern studentischer Organisationen schloss das Treffen.
    Draußen erwartete bei gutem Wetter ein Essenspaket und eine Stadtralley. Bei den Trondheim Games absolvierte unser 15-köpfiges Team Aufgaben in der Stadt. Neue Kontakten und Spaß am Spiel (so bekam ich einen Aluminium-Wikingerhelm angefertigt) folgte. Über einige neue Eindrücke der Stadt freute ich mich ebenso.
  • Tirsdag: Bei der offiziellen Zeremonie wurden internationale und lokale Studenten von Torbjørn Røe Isaksen, Wissenschaftsminister von Norwegen, Rita Ottervik, Bürgermeisterin und Gunnar Bovim, dem Rektor der NTNU begrüßt. Mit Fernsehkameras wurde das Großereignis von der Bühne per Livestream übertragen. Spektakulär war die Einlage des UKA-Teams, welches ein großes studentisches Festival in Trondheim organisieren. Einige Fallschirmspringer kamen langsam vom Himmel, nachdem die Leiterin der UKA-Freiwilligen ihre Rede unterbrach. Alle Augen richtete sich in den wolkenlosen Himmel. Dann brach Jubel aus, als Major Lazer und weitere Namen auf eine Banner standen. So eine Präsentation beeindruckte sehr. Tanz- und Musikeinlagen sowie eine kleine Parade von studentischen Organisation rundeten diese gelungene Veranstaltung ab. Zum Mittagessen gab es ein Barbecue für uns. Danach klang die Veranstaltung langsam aus.
  • Onsdag: In der Universität präsentierte das Büro für internationale Angelegenheit die wichtigsten Informationen. An der Festung (bereits am Sonntag besucht) gab es Spiel und Spaß bei 63° Degrees North. In Teams galt es wieder Aufgaben zu lösen. Diesmal aber im Wettkampfcharakter.
  • Torsdag: Acht verschiedene Wanderungen wurden angeboten. Von sehr leicht bis anspruchsvoll ließ sich wählen. Per Bus fuhren wir zum Startpunkt der Marshlands-Route, welche mit 15 km zu den schwersten gehörte. Vorbei an schöner Landschaft, ein paar klaren Seen, dem Skigebiet stapfte die etwa 90-köpfige Gruppe. Ein angenehmes Lauftempo half, neue Persönlichkeiten kennenzulernen. Auf einer Hügelspitze rasteten wir und genossen ein Fjord-Panorama mit großer Weitsicht. Beim Aufstieg passierten wir einige matschige Pfade und eine Hütte der Universität. Per Mitgliedschaft kann man hier seine Zeit in der Natur verbringen. Der Koch erzählte uns Details über die Mitgliedschaft. Vorher bereite er schmackhafte Pfannkuchen zu. Die letzten Kilometer führten waren weniger spannend; als Krönung des Tages sparten wir uns die 50 Norwegischen Kronen (etwa 6 €) für den Bus zurück und wanderten weitere 6 Kilometer durch die Stadt zurück.
  • Fredag: Aus vielen verschiedenen Aktivitäten konnte ein Programmpunkt bei der Anmeldung ausgewählt. Kanu war für mich schon ausgebucht; es gab Angeln, Viking Hiking (in drei eiskalten Seen schwimmen) oder Bubble Football. Ich entschied mich für eine der zwei Wanderungen. Diese führte uns an dem Fjord entlang. Als kleines Extra galt es wieder, in kleinen Teams eine Wettbewerb zu bestreiten. Teils knifflige Wissensfragen sollten beantwortet werden – am Fjord entlang mit einigen Erfrischungspausen. Wie schon (fast) die ganze Woche war es ausgesprochen sonnig, aber zum Glück nicht zu heiß (wie zu der Zeit in Deutschland). Neben den internationalen Studenten konnte ich auch wieder mehr über das Land und die Kultur erfahren: Unsere Reiseleiterin erzählte bspw. über das Land und die Menschen, über den Unterschied zwischen ihrer Elternzeit und der ihrer Tochter (die deutlich länger war). Und – man erzählte uns, dass es beliebt sei – das Thema Wetter durfte nicht fehlen.

Insgesamt war die Orientierungswoche bis dahin für mich persönlich ein voller Erfolg. Die Atmosphäre ermöglichte es, viele interessante Menschen kennenzulernen und Kontakte für das Semester zu knüpfen oder bestehende zu festigen. Ausgelassen und spaßig die Stimmung und informativ manche Veranstaltungen – so wurden wir auf den Alltag in den nächsten Monaten vorbereitet. Viel Vorfreude empfand ich bei den vielen Möglichkeiten, seine freie Zeit zu verbringen. Auch wenn wir die Universität wenig von innen sahen, so deutete sie sich als guten Ort für seine Studienzeit an.

Nach dem offiziellen Programm folgte die persönliche Zeit: Französische Crêpes und spanische Tapas standen ebenso an wie ein Poker-Abend oder ein Abend im Aktivitätenhaus, wo sich Karten-/Brettspiele sowie ein Tischtennis- und Billard-Tisch befinden.

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