Atlantikstraße weniger charmant; dafür viele kleine Inseln an der Küste

Die achtköpfige Reisegruppe genoss ein einfaches Marmeladen-Frühstück. In der Ferne erhob sich die Sonne über dem Meeresarm. Das gemeinsame Putzen des Hauses gelang mit vereinten Kräften rasch. Die Stille und Ruhe dieses Ortes vermisste ich bereits bei der Abreise. Zurück auf der Hauptstraße, von der wir abbogen, sahen wir bereits das Schild: Die Atlanterhavsvegen, norw. für Atlantic Ocean Road/Atlantikstraße, wurde als touristische Straße ausgeschildert. Dies deutete auf schöne Aussichten hin. Mir gefiel des Meer sehr, aber die Straße selbst hatte nicht diesen Charme, den die Bilder aus dem Internet versprühten. Die Brückenkonstruktionen waren nett anzuschauen, aber boten kein einzigartiges Panorama. Lediglich das Meer mit vielen Felsen und kleinen grünen Inseln zog mich in den Bann.Deutlich mehr als die vielen deutschen Fahrzeuge, die uns begegneten. Auf einem der ersten Parkplätze fuhren wir los, als ein deutscher Reisebus voller Touristen eintraf. Auf den weiteren Foto-Pausen entkamen wir den Deutschen nicht: Deutschsprachige Gespräche folgten. Es war in der Vergangenheit immer eine spezielle Situation: Auf der einen Seite das angenehme Gefühle Landsleute zu treffen und sich über die Reisemotive und die Herkunft in der Muttersprache auszutauschen. Aber die lange Reise war nicht dafür gedacht. Man möchte Fremdes erleben. Die Landsleute gehörten nicht dazu.

Im weiteren Verlauf passierten wir kleine Häuseransammlungen. Von einem Parkplatz erlebten wir etwas Geschichte. Eine Flakbatterie aus dem Zweiten Weltkrieg erhob sich auf einem Hügel mit Blick auf das Meer, wie ein Hinweisschild hergab. Die Straße führte uns nach Bud und zeigte mir: Nicht alles, was im Internet auf vielen gelungenen Fotos zu sehen war, beeindruckt in der Realität im gleichen Maße. Wobei: Ich fragte mich, wie diese Straße bei einem Herbststurm wirkt. Eine potentielle Idee für den Herbst entstand.

In Bud angekommen, besorgte die andere Gruppe im Ort einen großen Fisch für das Abendessen. Wir hingehen – nicht so affin darauf – zogen vorraus. In Molde nahmen wir als Teil der E39 erneut eine längere Fähre. Eine angenehme Überfahrt, die endlich mal unter typisch feucht-frischem Stand. Die Sonne passt manchmal nicht in die Atmosphäre. Nach weiterer Fahrt über die E136 erreichten wir Åndalsnes und warteten auf die „Wiedervereinigung“ um auf den Spuren der Trolle durch massive Bergformationen zu reisen.

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