Magische Panoramen am Trollstigen und am Geirangerfjord

Noch ein gemeinsames Essen und startete einer der Höhepunkte des Wochenendes: Gemächlich schoben sich die Wagen aufwärts. An beiden Seiten war das Tal von schroffen Felsen umgeben. Weniger Mensch und Schnee auf den fernen Bergen war zu sehen. Dann sahen wir vor uns die Trollstigen genannte Route, die übersetzt Trollleiter heißt. Über Serpentinenkurven schlängelte sich eine Straße am Berghang empor. Links und rechts Wasserfälle, teils kleiner, teils mächtig. Die Straße wurde vor der ersten 180°-Kurve schmal. Zum Glück war der Verkehr ruhig und die Motoren heulten auf den Geraden zwischen den Kurven auf. Diese Mischung aus schroffem Fels, grünen Pflanzen, kleinen und großen Wasserfällen und sich dem abzeichnenden Panorama bei dem Blick hinunter in das Tal machte den Reiz dieser Straße aus. Insgesamt sieben Minuten dauerte dieses Abenteuer vom Tal hinauf auf den Berg.

Dort machten wir halt und begaben uns auf eine Aussichtsplattform. Im Vorfeld hatte mir ich mir dieses Motiv als Motivation für meine Abschlussarbeit als Desktophintergrund eingerichtet. Und nun der Blick in diese surreale Realität als Belohnung für die vorangegangenen Mühen. Diesmal übrigens besser als auf dem Foto. Ohne mit den anderen zu sprechen genoss ich eine ganze Weile den Blick. Hinunter in das tiefe Tal, zum Wasserfall rechts oder nach hinten auf die Berge. Ich beobachtete die winzigen Autos, die sich unten den Berg hoch oder runter schoben als wenn Ameisen einem Weg folgten. Wie ferngesteuert machten sie einander an den Engstellen Platz oder bremsten und beschleunigten. Dieser Ort war magisch.

Weiter oben drehte „Bollywood“ mit einem Team eine Filmsequenz. Interessant zu sehen, wie akkurat der Abstand Darsteller zu Kamera per Maßband vermessen, wie ein Mitarbeiter nur für Spiegel und ein anderer für Sonnenschirm halten da waren. Unsere Weiterfahrt währte nur kurz. Im weiteren Verlauf der Straße war rechts eine Haltebucht. Wir stiegen aus und besorgten uns Eis. Mit Teils 25 °C war es doch zu warm, den Fisch ungekühlt im Auto zu haben. Eine geschickte Konstruktion temperierte den Fisch perfekt für den Abend.

Erneut und zum dritten und letzen Mal setzten wir mit einer Fähre über das Wasser. Klein und über nur wenige Kilometer setzten wir auf die andere Seite über. Es wirkte etwas, als wenn wir die bekannte Welt verlassen würden. Die Wolken spiegelten sich im klaren Wasser. Am anderen Ende wartete ein kleiner Ort, umgeben von Wasser und Bergen, auf uns.

Weiter ging es auf der sogenannten Adlerstraße: An einem Aussichtspunkts konnten wir wieder tief blicken. Unten lag der bekannt Geirangerfjord. Links der Ferienort und rechts das Wasser. Die Fähre wirkte winzig als sie sich langsam an das Ende des Fjordes schob. Über eine erneut steile Straße – und erneut mit schlechtem Gewissen für das Auto – erreichten wir unten den Ort, informierten uns für den nächsten Tag und kauften ein paar Souvenire.

Wir verließen das Tal erneut per steiler Straße und schliefen weit oben in zwei Hütten auf einem Campingplatz. Für die Körperpflege gab es ein Gemeinschaftsgebäude für das man sich in die nächtliche Kälte wagen musste. Als letzten Punkt des Tages genossen wir zusammen leckeren Fisch mit Reis und Sauce.

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