Geirangerfjord: Erlebnis für die Augen bei bestem Wetter

9:30 Uhr legte die Fähre ab. Die Sonne stand noch tief, aber schien schon stark. Das kleine Boot verließ das Ende dieser Bucht, des Geirangerfjordes. Ein großer Kontrast lag in dieser Schlucht zwischen Licht und Schatten vor. Nebel lag über dem Wasser. Schroff hoben sich die Felswände empor. Ein Wunder der Natur, dass sich die Bäumen an den steilen Berghängen festhalten können. Oben den Bergen lagen einzelne Schneefelder. Mehrsprachige Ansagen verkündeten Details zu der Umgebung. Rechts und links erblickten wir sich nähernde Wasserfälle, zu welchen Sagen erzählt wurden. Unterschiedlichste Formen hatten sie: Die sieben Schwestern waren einzelne Wasserfälle, die nah beieinander lagen – dem gegenüber ein größerer, der sich am Ende in zwei teilt. Siedlungen waren teils ganz oben auf kleinen Plateaus zu sehen. Sie seien inzwischen verlassen. Lediglich einzelne (anscheinend Touristen) waren zu sehen. Aufgrund der Steinschlag und Lawinengefahr wurden sie verlassen.

Das Boot folgte dem kurvigen Verlauf des Fjordes. Hinter jedem Bogen ließen sich neue Schluchten entdecken. Ich erwartete etwas höheren Wellengang, aber selbst weiter draußen war das Wasser sehr ruhig. Das Schiff wendete und fuhr zurück. Neue Perspektiven eröffneten sich auf dem Rückweg.

Geiranger ist ein wunderschönes Erlebenis. Ich fragte mich, wie es bei Regenwetter ausgesehen hätte, denn vielleicht hätten die Wasserfälle mehr imponiert. Aber diese Antwort habe ich vor vier Jahren am Milford Sound schon bekommen. Glücklich, beide Fälle erlebt zu haben, erreichten wir wieder den kleinen Hafen von Geiranger.

Von dort aus fuhren wir ein kleines Stück eine steile Serpentinenstraße hinauf. An einem kleinen Hof abseits der Straße parkten wir, um einen kleinen Wandertrip zu machen. Steil den Berg hinauf kämpften wir uns in der Mittagshitze hinauf und erlebten oben noch einen Wasserfall sowie eine schöne Aussicht auf diese Berglandschaft – all das, während wir genüsslich das Mittagessen genossen.

Inzwischen war der Nachmittag angebrochen. Die Reisegruppe wurde müde. Ein letzter Fotostopp um das Panorama des Fjordes einzufangen. Dann ging die lange Rückreise nach Trondheim los. Die Landschaft war zwar traumhaft mit blauen Bergseen und hügeligen grünen Landschaften. Aber man war zu müde und zu beeindruckt, um das ganz zu genießen. So schliefen viele in den Autos. Später erkannte ich die Strecke wieder, die wir bereits auf der Hinreise von Deutschland nahmen. Auf der Europastraße 6 wurde es sehr entspant zu fahren. Als interessanten Zwichenpunkt machten wir einen Abstecher zum Snøhetta-Aussichtspunkt. Von einem Parkplatz aus führte ein Weg auf eine architektonisch gelungene Hütte hinauf, von der aus man die weite, karge Landschaft des Dovrefjell-Nationalparks beobachten kann. Manchmal soll man Moschusochsen beobachten können. Das Glück hatten wir nicht, dafür das Glück mit dem Wetter.

Nach diesem letzten Halt fuhren die beiden Autos auf direktem Wege zurück nach Trondheim. Um 22:30 Uhr war die weiteste und vielleicht anstrengendste Etappe geschafft. Einige der besten Ausflugsziele wurden besucht.

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